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GenZ nicht regeln lassen

An GEN Z-Regelt

Wir würden gern eurem Aufruf zur Demonstration am 31.Oktober folgen, denn wir sind auch begeistert von der Bewegung in Frankreich. Aber wir wissen nicht, wer ihr seid.

Mit den Schülerstreiks gegen Wehrpflicht habt ihr offenbar nichts zu tun. Einen Beschluß der Schüler eine GEN Z-Regelt Organisation zu gründen, die in allen Städten in Deutschland zu einer Demonstration am 31.Oktober aufruft, gibt es nicht (siehe Webseite).

Der Schülerstreik mobilisiert viel mehr für den 20.November. Dieser Tag wird von der internationalen gewerkschaftlichen Antikriegsbewegung unterstützt.

Ihr bezeichnet euch als Vertreter einer ganzen Generation, Gen Z, sprich der Jugend. Wollt ihr eine Konkurrenz zur bestehenden Schülerstreik-Bewegung aufmachen oder euch gar an deren Spitze stellen?

In eurem Namen GEN Z-Regelt drückt ihr eine Art Führungsanspruch aus. Wie kommt ihr zu dieser Anmaßung? Euch hat niemand gewählt !

Wer steht hinter der Mobilisierung für „GenZ-regelt“

Wenn sich in buchstäblich jeder Tageszeitung und Magazinen ein Artikel über eure Aktion findet, ist das zweifellos eine Werbung für eure Aktion und zwar eine sehr effektive. 142000 Teilnehmern haben sich bis 26.10. schon angemeldet. Ein derart koordiniertes Vorgehen der Medien kommt nicht von ungefähr. Diejenigen, die die Medien dirigieren , stehen hinter Euch. Das sind diejenigen, gegen die wir demonstrieren. Deswegen lehnen wir eure Führung ab.

Wir haben bei inszenierten Bewegungen erlebt, dass es darum geht, eine im Entstehen begriffene, erwartete Bewegung proaktiv voranzutreiben, sie zu übernehmen, um sie für die Herrschenden unschädlich zu machen.

Wie das dieses Mal funktioniert, werden wir noch sehen.

Deswegen sagen wir:

GenZ nicht regeln lassen

Wir nutzen die Mobilisierung für eine ganze andere Linie

Die Hetze der Medien zurückweisen!

Wir vermissen, dass ihr die Hetze der Medien gegen den Aufstand der Franzosen und die völlige Verfälschung der Geschehnisse dort nicht zurückweist. Daß die Randale auf eingeschleuste Provokateure zurückgeht und nicht den Kern der Bewegung ausmacht, wird nicht aufgedeckt.

„Jean-Luc Mélenchon, Spitzenkandidat der französischen Linkspartei La France insoumise (Unbeugsames Frankreich), beschuldigte zu Wochenbeginn die französische Polizei, als Demonstranten verkleidete Provokateure in die Proteste einzuschleusen, um für eine Eskalation zu sorgen. Wie er auf X erklärte, seien Zivilpolizisten beim Steinewerfen auf ihre gepanzerten Kollegen gesehen worden. Überall dort, wo keine Polizisten sind, herrschten »Ruhe und gute Stimmung«. Auf einem mutmaßlich in Paris aufgenommenen und auf X verbreiteten Video filmt eine Person zwei »szenetypisch« schwarz Vermummte, wie sie seelenruhig zu einem Polizeiauto laufen, etwas aus dem Kofferraum holen und sich wieder entfernen. Die umstehenden Polizisten in Uniform stören sich nicht daran.“ https://www.jungewelt.de/artikel/531981.panikmache-und-drohungen-zittern-vor-generation-z.html

Indem die Medien die ganze französische Bewegung auf Gewalt und Randale reduzieren, schüren sie Angst, daß uns das am 31.10 hier auch blüht.

Das hat die Junge Union bereits dazu bewogen, für den 31.10. den

Einsatz des Militärs zu fordern.

Soll die Bewegung durch Kriminalisierung unschädlich gemacht werden?

Hier in Deutschhland werden die Jugendlichen von den Medien zur Nachahmung der von ihnen geframten französischen Kämpfe auf einen falschen Weg geschickt. Indem die Medien nur über Gewaltätigkeit und Randale berichten , tun sie so als ob es darauf ankäme. Von den wirklichen Kämpfen den Streiks und den Gewerkschaften berichten die Medien nicht.

Die große Anzahl der Teilnehmer ist auf die flächendeckende Berichterstattung über die Aktion in den Medien zurückzuführen. Durch diese auf Gewalt und Randale fokussierte Mobilisierung scheint genau diese vorprogrammiert. Ist die damit verbundene Kriminalisierung und damit Unschädlichmachung der Bewegung die Strategie die hinter „GenZ regelt“ steht ?

Unsere Losung für die Demonstranten ist: Provokateure dingfest machen

Außerdem: Aufklärung über die Bewegung in Frankreich

Die Verfälschung der Main-Stream-Medien -Berichte über die Bewegung in Frankreich wollen wir korrigieren .Was wirklich in Frankreich geschah und geschieht erfahren wir bei diesen nicht.

„Es begann mit einem Gewerkschaftsstreik. Hier wird darüber nicht gut berichtet. Es begann mit einem Streik der Lehrergewerkschaft. Die Lehrergewerkschaft streikte, …dagegen dass die Regierung das Bildungswesen unterfinanziere . Sie verwiesen auf eine Rattenplage in zahlreichen Schulgebäuden, da die Mittel für die Rattenbekämpfung fehlten.
Sie kritisierten, dass Lehrer, die kündigten, eine andere Stelle annahmen oder in Rente gingen, nicht ersetzt wurden….Dies führte dazu, dass immer mehr Kinder von nur einer Lehrkraft unterrichtet wurden, da an der Einstellung und Bezahlung von Lehrkräften gespart wurde und alle Arten von Lehrmitteln gekürzt wurden. Die Situation war in armen Vierteln schlimmer als in wohlhabenden. Am schlimmsten traf es die Einwanderer-gemeinschaften. Frankreich ist ein Land mit großen Einwanderungswellen, sowohl aus Nordafrika, Ländern wie Marokko, Algerien, Tunesien usw., als auch aus Subsahara-Afrika, insbesondere aus der Region südlich der Sahara. Es gibt also eine fremdenfeindliche Komponente bei den Sparmaßnahmen.
Im zweiten Schritt gingen Schüler, nicht Studenten, sondern Gymnasiasten, auf die Straße,
um ihre Lehrer zu unterstützen. Damit entwickelte sich die Bewegung von einem Gewerkschaftsstreik zu einer nationalen Bewegung von Gymnasiasten…
Diese Schüler wollten also zum Ausdruck bringen, dass sie mit ihren Lehrern übereinstimmten. Natürlich sitzen sie im selben Klassenzimmer. Sie leiden unter denselben Bedingungen, …. So schlossen sich bald auch andere gesellschaftliche Kräfte an…… Vor drei Tagen haben die fünf verschiedenen Gewerkschaftsverbände –….Das sind verschiedene Verbände unterschiedlicher Gewerkschaften. Sie sind oft uneins. Aber alle fünf haben vor drei Tagen einstimmig ihre Unterstützung für die streikenden Lehrer erklärt. Sie unterstützen die Jugendlichen, die Schüler, die sich ihnen angeschlossen haben. Sie kritisieren die Polizei für ihre übertriebene Gewalt und Brutalität.
Das französische Fernsehen zeigte, ….viele Bilder von Jugendlichen, die von Polizisten geschlagen und schwer verletzt worden waren. …Und die jungen Männer und Frauen wurden gefragt: „Wer hat euch so verletzt?“ Alle antworteten dasselbe: Die Polizei.
Zuletzt verkündeten die fünf Gewerkschaften, dass sie – zur Unterstützung des Lehrerstreiks und der Schüler – alle Arbeitnehmer in Frankreich aufriefen, am 5. November auf die Straße zu gehen.
Das ist in drei Wochen, nicht einmal drei Wochen später. Sie organisieren einen Generalstreik ….
Eisenbahnen, Flugzeuge, U-Bahnen, Restaurants – – alles geschlossen, – ein landesweiter Streik, der den Rücktritt des Präsidenten fordert.…. Sie haben seine Entlassung gefordert.…….Er hat Gelder aus dem Gesundheitswesen, dem Bildungswesen und dem öffentlichen Nahverkehr gestrichen, um sie wofür auszugeben? Er ist ein großer Befürworter des Ukraine-Krieges. Viel französisches Geld fließt nicht in die Versorgung der Franzosen, sondern in die Ukraine um gegen die Russen zu kämpfen. Er hat die Israelis auch auf vielfältige Weise im Kampf gegen den Iran unterstützt. Die Franzosen fragen sich also: „Was macht ihr da mit unseren Steuergeldern? Ihr kürzt die Leistungen für uns und gebt Unsummen für Auslandseinsätze und militärische Unterstützung aus, die an Industriekonzerne für diese Auslandsabenteuer fließt? Das wollen wir nicht. Dafür haben wir nicht gestimmt. Geht! ……
Es gab Studentenproteste in Belgien und Italien. Die größte Befürchtung der europäischen Staats- und Regierungschefs ist also, dass diese große soziale Bewegung keineswegs auf Schüler beschränkt bleibt. Ich meine, sie hatten den Mut, als Erste in großer Zahl auf die Straße zu gehen. Aber jetzt steht die Gewerkschaftsbewegung zu 100 % hinter ihnen, und die Bewegung breitet sich auf andere Länder aus.
Überall ist es dasselbe. Ihr gebt unser Geld, unsere Steuern, für Dinge aus, die gut für Reiche sind,
gut für Unternehmen und gut für die Auslandsabenteuer, die ihr finanzieren wollt. Und ihr nehmt das Geld von den Dingen weg, die wir brauchen: Gesundheitsversorgung, Bildung, Verkehr – und das lassen wir uns nicht länger gefallen……Sie veranstalten also im Grunde eine Klassenkampf-Demonstration“. https://www.youtube.com/watch?v=LF4nUZ4XR3w

In Frankreich entfaltet sich hinter dem medial aufgeputschten Getöse um Gewaltätigkeiten und Randale, ein realer Klassenkampf, der die Regierung zu Fall zu bringen droht.

Genau diesen wollen sie hier in Deutschland mit einer inszenierten , abgehobenen Fake-Bewegung verhindern.

Durch ihre Medienmacht erzeugen sie Demonstrationen, die völlig getrennt von Gewerkschaften und gewachsenen Strukturen sind. Das ist beabsichtigt. Denn so bleibt die Bewegung schwach. Die Massen suggerieren eine illusorische Stärke. Eine solche Bewegung erschöpft sich in leeren Massendemonstrationen , die keinen Druck aufbauen kann und will, um Forderungen durchzusetzen.

Wir müssen die Abgehobenheit dieser Bewegung überwinden und diese auf die Durchsetzung der Forderungen gegen Sozialkürzungen für Aufrüstung und Krieg fokussieren.

„In Frankreich, Belgien und Spanien protestieren Jugendliche bereits. Der Funke ist nach Deutschland übergesprungen:…Kaputte Schulen und Sparkurs: Gespart wird bei Bildung, Sozialem, Kultur und Gesundheit. Suchtkliniken für Jugendliche schließen, Psychotherapie ist für viele kaum noch erreichbar………Steigende Lebenshaltungskosten: Preissteigerungen, hohe Steuern und Armut belasten viele Menschen im Alltag – ihre Sorgen bekommen zu wenig Aufmerksamkeit“https://genz-regelt.de/assets/dokumente/positionspapier-gen-z-regelt.pdf

Was hier formuliert wird, ist eher ein Unbehagen , aber keine konkreten Forderungen , die durchgesetzt werden sollen.

Das Unbehagen muß in Forderungen umgewandelt werden, um diese zusammen mit den Gewerkschaften durchzusetzen. Es gibt bereits eine Schülerbewegung gegen Wehrpflicht, hinter die wir nicht zurückfallen dürfen.

Ohne Rückhalt bei den Gewerkschaften können die Forderungen nicht durchgesetzt werden.

Die deutschen Gewerkschaften müssen in die Pflicht genommen werden, damit diese dem Beispiel der Franzosen folgen.

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